Jahresbericht für 2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

Unser Verein hat wie bekannt den Zweck studentische Aktivitäten zu fördern, die durch die normalen Angebote der Universität nicht gedeckt werden. Eine unserer Hauptaktivitäten ist daher die finanzielle Unterstützung von Exkursionen.

Beantragt worden war die Förderung für insgesamt drei Exkursionen, die wir alle unterstützen konnten. So konnten wir für die von Frau Dr. Nordblom beantragte Förderung für eine Exkursion nach Ramstein zum Thema Amerikaner in Rheinland-Pfalz 150 Euro bewilligen. Den dreizehn Studentinnen und Studenten, die mit Herrn Prof. Maner im September 2015 eine 11tägige Exkursion durch Rumänien unternommen haben, konnten 390 Euro zur Verfügung gestellt werden. 11 Studierenden, die an der Exkursion von Herrn PD Raasch zum Heidelberger Schloss und zur Burg Nanstein bei Landshut teilnehmen, wurden mit jeweils 10 Euro unterstützt.

Der Jahresvortrag des Historischen Seminars gehört ebenfalls zu den traditionellen Förderprojekten des Vereins. Im November 2015 sprach Herr Professor Dr. Markus Furrer (PH Luzern) zum Thema „Mythen im Aufwind der Erinnerungskultur, Geschichtsunterricht im Spannungsfeld der Erinnerungspädagogik“. Der Vortrag war nicht nur erhellend mit seinen für uns vielleicht doch fremden Einblicken in die Schweizer Erinnerungskultur sondern auch dank der lebendigen Vortragsweise von Herrn Furrer sehr amüsant.

Außerdem wurden für die aktive Teilnahme von fünf Studierenden an einer Tagung zum Thema „Kinder und Krieg“ insgesamt 165 Euro zur Verfügung gestellt.

Erstaunlicherweise wurde uns von der Online-Zeitschrift „skriptum“ (http://www.skriptum-geschichte.de/), die von Studierenden des Historischen Seminars getragen wird, bisher keine Rechnung geschickt. Grundsätzlich wird der Verein auch weiterhin dafür Sorge, dass diese studentische Initiative durch die Bereitstellung der Serverkosten weiter gefördert wird.

Zu den kontinuierlichen Fördermaßnahmen des Vereins gehört die sogenannte Bücheraktion. Erneut konnten auch im abgelaufenen Jahr von Studierenden gewünschte Fachliteratur angeschafft werden. Die Bücherwünsche betrafen vor allem den Bereich der Neuen Geschichte, aber auch eine Monographie zu Napoleons Sturz und den Wiener Kongress oder eine epochenübergreifende Behandlung der Parlamente in Europa vom Mittelalter bis zur Moderne wurden angeschafft. Insgesamt waren es etwa 325 Euro, die wir hierfür ausgegeben haben. Etwas weniger als im Vorjahr.

Diese Aktion wird jährlich durchgeführt und ist gerade heute wieder abgeschlossen worden, allerdings wurde sie noch nicht ausgewertet. Der Vorstand wird wie üblich eine angemessene Auswahl auf seiner nächsten Sitzung treffen. Ich möchte aber daran erinnern, dass jederzeit und in jeder Abteilung des Historischen Seminars Bücherwünsche genannt werden können und darüber hinaus auch bei der UB Büchervorschläge gemacht werden können.

Unsere wesentlichen Schwerpunkte lagen im Jahr 2015 also zum einen in der Unterstützung der studentischen Teilnahme an Exkursionen mit 650 Euro (200 weniger als im letzten Jahr!), dann in der Bücheraktion mit gut 325 Euro, und mit weiteren 350 Euro haben wir den Jahresvortrag des Historischen Seminars gefördert. Die übrigen Maßnahmen umfassen dann weitere, eher geringe Beträge. Insgesamt haben wir unsere Ausgaben im Jahr 2015 also etwas zurückgefahren, was auch dem Rückgang der Einnahmen in Folge der Probleme mit der Umstellung auf Daueraufträge geschuldet war.

Gerne würden wir gerade Exkursionen und studentische Veranstaltungen aber auch die Bücheraktion großzügiger unterstützen als uns dies im letzten Jahr möglich war. Und ich hoffe, dass wir dazu auch in der Lage sein werden, dank der sehr erfolgreichen Mahnaktion, die Frau Horster sehr engagiert durchgeführt hat! Außerdem wäre es natürlich weiterhin wichtig mehr Mitglieder zu haben. Hier sollten wir uns alle noch mehr darum bemühen, neue Mitglieder zu werben.

Meinen großen Dank möchte ich nun am Schluss meines Rechenschaftsberichts dem Vorstand aussprechen, dessen Mitglieder wieder großes Engagement gezeigt haben. Vor allem möchte ich aber unserer Schatzmeisterin Frau Horster danken, die nicht nur durch ihre Mahnaktion die Finanzen des Vereins wieder auf eine solide Basis gestellt hat, sondern auch sonst als der eigentliche Motor unseres Vereins bezeichnet werden kann! Nicht vergessen möchte außerdem unsere beiden Kassenprüfer, Herr Zelle und Frau Kosthorst, denen ich ebenfalls herzlich danke.

Im Namen des Vorstands

Univ.-Prof. Dr. Johannes Pahlitzsch, Vorsitzender des Vereins

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Historischer Jahresvortrag 2016

Luther-Plakat - Einladung zum Historischen Jahresvortrag 2016

Plakat zum Jahresvortrag des Historischen Seminars 2016

Wie jedes Jahr laden wir herzlich alle Mitglieder des Vereins ein, an dem von uns mitfinanzierten Jahresvortrag des Historischen Seminars teilzunehmen. In diesem Jahr hat die Abteilung Neuere Geschichte Herrn Prof. Dr. Volker Leppin aus Tübingen eingeladen, der passend zum anstehenden 500. Reformationsjubiläum (im Oktober 2017) über „Vertiefung des Glaubens – Erneuerung der deutschen Freiheit: Luthers frühes gedrucktes Werk“ sprechen wird, Dienstag, 15.11.2016 um 18.15 Uhr im Hörsaal P 1 des Philosophicums der JGU. Wie immer wird sich ein kleiner Empfang anschließen, der von unserem Verein gesponsert wird. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Plakat zum Jahresvortrag des Historischen Seminars

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Laudatio auf Platz 3 des Wettbewerbes zum Universitätsjubiläum

Platz 3 Ein Film Echt Super, alles super – von Florian Lehmann und Alexander Henkel

Photographie der 3. Platzierten: Alexander Henkel (rechts) und Florian Lehmann (links)

3. Platz: Alexander Henkel und Florian Lehmann mit ihrem Filmbeitrag “Alles super”

Der Film beginnt sehr klassisch, sowohl im Bildausschnitt als auch in der Anmoderation. Dem Publikum wird angekündigt, es sehe nun anlässlich des Bestands der Universität seit 70 Jahren eine Bestandsaufnahme.

Dann allerdings wird zwar einerseits das Gebäudemotiv der ersten Einstellung aufgenommen, indem es auch weiterhin um Gebäude, Bauwerke und ihre Nutzung geht – es wird allerdings kein Blick zurück gemacht, sondern nur Bauten gezeigt, die seit maximal 2-3 Jahren fertiggestellt sind, sich noch im Bau befinden, so oder so jedenfalls zur Lebensqualität der nutzenden Studenten und Studentinnen enorm beitragen.

Die Interviewtechnik ist unangestrengt und professionell und hält den Film durch die immer gleiche Art der Anrede und Haltung zusammen.

Die Schnitte sind wirklich “erste Sahne”, anders kann man das nicht sagen.

Auch der Abspann ist wie der Einstieg dann wieder ein Klassiker, der aus dem Bild fahrende Bus.

Eigentlich ein rundum gelungener Film von 3 ½ Minuten Länge.

Eigentlich – und nun kommt die Begründung, wieso die Jury der Meinung war, dass es dann doch nur der dritte Platz sein sollte.

Es ist ein Werbefilm, die Aufnahmen sind großartig, die Stimmung positiv, selbst die am Ende geäußerte Kritik ist von Optimismus geprägt, dass alles besser werde, wenn die Mainzelbahn dann endlich da sei. Aber es ist

a) kein auf das Universitätsjubiläum Bezug nehmender Film. Bis auf die Anmoderation mit dem Hinweis auf die Dauer der Existenz der JGU gibt es keinen Hinweis das es nicht einfach nur darum geht, ein Feature, einen Clip zu drehen, dem es vor allem am Herzen liegt, neue angehende Studenten dazu zu bewegen, sich für die Uni Mainz, vielleicht sogar für ein Wohnheim auf dem Campus zu entscheiden.

b) Anmoderation und Ende sind nicht mit dem eigentlichen Interviewfilm verbunden, vor allem nicht motivisch.

Aber wie gesagt, ein Superfilm mit kleinen Schwächen – man glaubt kaum, dass es das Erstlingswerk von Herrn Henkel und Herrn Lehmann ist. Ein toller 3. Platz, vielen Dank!

 

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Laudatio auf Platz 2 des Wettbewerbes zum Universitätsjubiläum

Der Zweite Platz hat auch viele Stärken und hat uns mit seiner Farbintensität wirklich geflasht. Solch einer Serie ist die Aufmerksamkeit gewiss, an diesen Bildern von Herrn Heine, Herrn Sporenberg und Frau Vogel geht man nicht einfach vorbei.

Photographie der 2. Platzierten Clara-Sophie Vogel, Florian Heine, Simon Sporenberg

2. Platz: Clara-Sophie Vogel, Florian Heine, Simon Sporenberg mit ihrer Posterserie

Worauf uns die Werbeexpertise unserer Jury, Frau Giegerich, aufmerksam machte, war dass das Thema der Posterserie das aktuelle Werbemotto der Stadt Mainz aufnimmt, dass zumindest die aktuelle Webkampagne dominiert, das aber im Stadtbild nicht sichtbar ist: „Wissen im Herzen“.

Herzlinie und Puls verweist nicht nur auf das Schlagen des Herzens für eine Sache, die Universität, es bildet ab, was man mit „am Puls der Zeit“ meint, Forschend und Kritisch das Zeitgeschehen begleitend, aber auch durch Eingriffe, ob am offenen Herzen oder nicht – auch wenn die verbalen Botschaften auf den Poster ein wenig sehr reißerisch-werbend und ein bisschen süßlich-schmalzig wirken, sie stehen im spannungsreichen Kontrast zu drei Aspekten der bildlichen Gestaltung, die die Kohärenz der Posterserie ausmachen.

Es ist zum einen der Farbverlauf, der die ältere Generation, zu der ich mich auch zähle, an die Farbenpracht der Suhrkamp-Edition erinnert, die die geballte Ladung intellektueller Auseinandersetzung der 70er und 80er Jahre geprägt hat.

Es ist aber auch ein Farbverlauf, der an den Wasserfarbkasten der Kinder erinnert, ebenso wie an die Regenbogen.

Diesen Aspekten der graphischen Assoziation zu Medizin, Kunst und Naturwissenschaften, und geistesgeschichtlichem intellektuellen Habitus der Nachkriegszeit verbunden ist eine Serie von Fotos, die auf den konkreten Raum verweist, in dem dies alles stattfand und stattfindet.

Die Komposition besticht, immer ein  Bild mit dem was Statik präsentiert, Immobilien, auch wenn auf fast allen durch die Menschen, die in den Aufnahmen präsent, auch ein dynamische Element dazu kommt.

Immobilien oben, dann Mobilität Vorwärtsbewegung durch die Lebenskurve, die graphisch sehr geschickt umgeformt ein JGU Logo in sich birgt, darunter die plakativen Sprüche, alle mit dem 70 Jahren verbunden.

Auch wenn uns die Komposition insgesamt und die Auswahl der Fotos im Detail überzeugt haben, es ist die Farbgebung dieser Fotos, die die Jury nicht nur problematisch fanden, sondern von einigen sogar als störend empfunden wurde.

Die Gesamtoptik irritiert, aber nicht im Sinne eines störenden Hinterfragens, sondern mehr, ob hier möglicherweise nicht ausversehen und ungesteuert die Farbverläufe des Gesamtbildes auf die Fotos abgefärbt habe.

Dennoch – ein insgesamt Ergebnis, dass in den Bann zieht, dass phantasievoll das Wettbewerbsmotto umgesetzt hat, professionell, gut durchdacht und raffiniert komponiert.

Die Mottobegriffe, die über der Dokumentation zur Serie mit eingereicht wurden lauten „Gemeinschaft, Identität, Vielfalt, Innovation, Fortschritt, Beständigkeit, Werte“

Wir die Jury dachten uns, dass dies das Ergebnis eines Brainstormings war, dass wie bei Werbeprofis üblich, die Fixpunkte formulieren sollten, die als Gesamtbotschaft zwar nicht explizit aber implizit transportiert werden sollten.

Das ist den dreien gelungen – herzlichen Glückwunsch, Clara-Sophie Vogel, Florian Heine, Simon Sporenberg.

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Laudatio auf Platz 1 des Wettbewerbes zum Universitätsjubiläum

Nun zu der Posterserie, die die Jury ohne Wenn und Aber überzeugt hat, keine Kritik, keine Nachfragen – einfach überzeugend, auch wenn die Jury sich durchaus kritisch damit auseinanderzusetzen hatte, ob die vorzüglich ausgewählten Stimmungsbilder für das jeweilige Jahrzehnt auch ausreichend visuell auf die JGU in dieser Zeit bezogen worden sind.

Photographie der 1. Platzierten: Daniel S. Fröb (rechts) und Katharina Zwick (links)

1. Platz: Daniel S. Fröb und Katharina Zwick mit ihrer Posterserie “1940er bis 2010er Jahre”

Daniel S. Fröb und Katharina Zwick sind die beiden, die diese Serie konzipiert und umgesetzt haben und zwar so überzeugend, dass ihre Poster dann auch im Präsidium unserer Universität aufgehängt sind.

Zurück zum bereits genannten “Zeitgeist”,

1)    Mainz in Trümmern und Wiederaufbau für die 40er Jahre Heile Heile Gänschen, vieles wird überdeckt, schön angestrichen, nicht hinterfragt, eben mit Pflaster zugeklebt und nicht operiert.

2)    Die 50er, Rock’n'Roll und ein bisschen wenn dann individuelles Rebellieren, aber doch im großen und ganzen Ästhetisierung, unpolitische Gemeinschaftserlebnisse, Amüsieren, dafür steht James Dean. Denn sie wissen was sie tun – ist das Motto, und in der Tat, die Studenten dieser Generation wollten vergessen sicher, aber vor allem auch nach vorne sehen für eine individuelle gute Zukunft:  eine gute Ausbildung, viel Geld verdienen, Sicherheit.

3)    Jo Gutenberg, ein Che Guevara im Schafspelz, aber eben doch eine Politisierung, die die Studentschaft und Dozenten erfasst hat.

4)    Die 70er Jahre dann als „Pong“, Ping/Pong darzustellen, was politisch und mit großen Theorien nicht zu lösen ist, mag die große Technik- und Fortschrittsgläubigkeit der Zeit in neue Bahnen zu lenken. Der erste Flug zum Mond und der 1. Computer werdeb gebaut, er steht in Berlin, der Erfinder vergisst ein Patent anzumelden, was ihm dann IBM freundlicherweise abnimmt.

Die Universitäten, auch die Mainzer Universität ist weiterhin politisiert, aber zunehmend sind es andere Themen Gleichberechtigung und Atomkraft, nicht mehr nur der Kampf der Ideologien Kapitalismus und Kommunismus, weisen den Weg in eine neue politische Landschaft. Die Möglichkeiten der Atomkraft in Verbindung mit der Überschätzung der Technik und der Politiker alle Probleme lösen zu können, eben auch innerhalb kürzester Zeit Lösungen für den Atomabfall zu finden, das ist in den Augen nicht nur der Studenten und Studentinnen in Mainz die negative Seite dieser Technikgläubigkeit.

5)    Die Weltraumforschung beflügelt in den 1980ern die Phatansie, aber auch neue Möglichkeiten der Filmtechnik tragen dazu bei, das E.T. nicht nur ein technisch raffinierter Film wird, sondern auch in seiner ganzen Skurilität die Botschaft, dass man das Gute nicht nur in den Kindern und der Phantasie, sondern auch an Ecken und bei Dingen und Menschen finden würde, bei denen man es so nicht erwarte. Eine Aufbruchstimmung und Bereitschaft zum Experiment wird damit visualisiert.

6)    Für die 1990 hat unser Siegerduo das Plattencover von Nirvana „Nevermind“ gewählt, verfremdet wie auch im übrigen die anderen Bilder durch die Nach- und Neuzeichnung hier mit einem Doktorhut, der an einem Haken gehängt statt eines Babys unter Wasser ein kleines Gespenst ködert. Kindisch, wild, phantasievoll, zugleich aber auch der Verweis auf ein Lebensgefühl, dass keine Zukunft hat, schließlich hat sich Kirk Cobaine umgebracht, um dem Höhepunkt eines schnellen und intensiven Lebens keinen langsamen Altersabstieg zuzumuten.

Der Jugend gehört die Welt, Trau keinem über 30 war zwar das Motto der 70er, sie drückt sich aber gerade durch diese ästhetisierte Antihaltung aus, die in den 90ern ähnlich unpolitisch daherkommt, wie dies in den 50gern schon einmal der Fall war.

7)    Brave new world heißt das vorletzte Bild, bevor uns dann eine Kanzlerin oder deren Doppelgängerin mit ihrer Geste Sicherheit und Stabilität verspricht, trotz des Aufbruchs in eine neue Zeit, den sie mit dem Slogan „Neuland“ verkündet. Brave New World ist der Titel des Buches von Aldous Huxley aus dem Jahr 1932, bei der es um die Fragilität einer scheinbar stabilen, sicheren Welt im Jahr 2560 geht.

Die gestörte Sicherheit mit ihrem traurigen Sinnbild der rauchenden Zwillingstürme des World Trade Centers, die den Aufbrauch in eine neue Zeit und unbegrenzte Handels- und Geschäftsmöglichkeiten boten, das System bricht zusammen, auch wenn die Slogans bleiben.

Warten wir es ab, unser Jahrzehnt ist noch nicht zu Ende, ob das Neuland dann auch wirklich hier bei uns entstehen wird.

Wie aber wird die Universität in diese Stimmungen durch unser Werbeteam eingebunden?

Zu einigen Bildern sind die offensichtlichen Bezüge zur Bildungslandschaft und der Universität im Besonderen schon benannt worden. Einige sind in der Tat weniger leicht mental zu ziehen als andere, dafür aber wird der Betrachter der Poster in jedem einzelnen durch Details darauf verwiesen: ET ist mit der JGU verbunden, das JGU Rot kleidet James Dean und Angela Merkel, der Doktorhut bei Nirvana usw., und wer die Bezüge dann immer noch nicht gesehen hat, den erinnern die Frei-, Fahrten und Jugendschwimmerabzeichen ähnlichen JGU-Logos, die den handwerklichen Charakter der ganzen Serie auf die Spitze treiben und an den historischen Horizont, den Reifungsprozess und das Freischwimmen der Universität aus den engem Korsett der Zeittrends visualisieren, der auch durch die Jahreszahlen dann noch einmal unterstrichen wird. Sie haben die Jury begeistert, liebe Frau Zwick, lieber Herr Fröb, der erste Platz ist Ihrer.

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VFG Ausstellung zum 70-jährigen Universitätsjubiläum im Rathaus

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Die Ausstellung der drei preisgekrönten Werbemaßnahmen zum Universitätsjubiläum im Rathaus bildete den krönenden Abschluss unseres Wettbewerbs. Am 16.02.2016 hatten die Anwesenden Mitglieder des Universitätspräsidiums und zahlreiche Besucher Gelegenheit die Preisträger und Preisträgerinnen bei der abendlichen Ausstellung im Foyer des Rathauses … Continue reading

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Bericht über die Exkursion nach Dalmatien: Dalmatien im Mittelalter (September 2016)

Teilnehmende der Dalmatienexkursion September 2016

Teilnehmende der Dalmatienexkursion

Im Sommersemester 2016 wurde das Hauptseminar mit dem Thema Dalmatien im Mittelalter im Rahmen des geschichtswissenschaftlichen Studiums an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz angeboten. Die Teilnahme an diesem sah eine Exkursion nach Dalmatien vor, die nichtverpflichtend-, jedoch die beste Voraussetzung zur Erkennung historischer Zusammenhänge und Abläufe, anhand der im Seminar behandelten Themenschwerpunkte, darstellte. Daher verfolgte die Exkursion das Ziel das damalige byzantinische Thema Dalmatien zu erkunden, welches im Laufe der Zeit dem Einfluss verschiedenartiger Völker unterlag.

Ansicht von Zadar

Ansicht von Zadar 2016

Die Exkursion nach Dalmatien bot sieben Teilnehmern die Möglichkeit erstmalig die historische Wichtigkeit der kroatischen Südküste kennenzulernen. Das Programm der siebentätige Exkursion, welche vom 20.06. – 27.06. durchgeführt wurde, beinhaltete nicht nur einen kurzen Aufenthalt in den wichtigsten Städten Kroatiens, sondern bot gleichzeitig Einblicke in den Nachbarstaat Bosnien-Herzegowina. Da die historische Region Dalmatiens sich auch auf Teile der heutigen Staaten Bosnien und Herzegowina erstreckt, wurden die bosnischen Städte Mostar und Neum in das Programm integriert.

Die Erkundung von Zadar, Split und Dubrovnik, welche zu den historisch bedeutendsten Zentren Dalmatiens zählen, stellte den Kern der Exkursion dar. Kulturhistorisch finden sich in Zadar sieben bedeutende Kirchen. Gerade die Sankt Donatus-Kirche, die Kirche der Heiligen Maria sowie die Kathedrale der heiligen Anastasia erweckten großes Interesse bei den Studierenden. Das römische Forum, der Brunnenplatz, das Landtor, auch Porta Terraferma genannt sowie die kleine Tagesreise nach Nin, bekannt als die Stadt mit der kleinste Kathedrale der Welt, rundeten das Erlebnis in Zadar ab.

Zwischen Zadar und Split befindet sich die Stadt Šibenik. Durch das Reisen mit zwei Fahrzeugen, war es möglich die Kathedrale des Heiligen Jakob in Šibenik, deren Dach aus einem Tonnengewölbe aus freitragenden Steinplatten besteht, in kurzer Zeit zu besichtigen.

Ausgrabungsstätte Salona: Reste eines Amphitheaters

Ausgrabungsstätte Salona: Reste eines Amphitheaters

Split, die zweitgrößte Stadt Kroatiens, stellte die zweite Station des Programms dar. Die Ursprünge der Stadt sind auf den Diokletianspalast zurückzuführen, welcher im Hauptseminar ausgiebig behandelt- und vor Ort umfassend besichtigt wurde. Die Innenstadt von Split mitsamt dem Diokletianspalast, welcher 1979 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, sowie die Umgebung von Split wurden binnen drei Tagen erkundet. Der Aufenthalt in Split ermöglichte einen Besuch in Salona, bzw. zur Ausgrabungsstätte in Salona und zur Festungsanlage von Klis, welche aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage in der Vergangenheit als Schlüssel Dalmatiens bezeichnet wurde.

Eine Nacht in Mostar bot Gelegenheit den osmanischen Einfluss auf die alte Stadt, in

Ston: Blick auf die Festungsmauer

Ston: Blick auf die Festungsmauer

welcher Reste von spätantiken Basiliken ausgegraben wurden, zu erkunden. Die heute berühmte Steinbrücke, die 1566 erbaut wurde sowie die Karađozbeg-Moschee waren Teil der Exkursion.

Die letzten Tage wurden in Neum verbracht. Von dort aus waren die Insel Mljet, die Stadt Ston sowie Dubrovnik erreichbar. Mjlet gehörte seit dem 6. Jahrhundert zum Byzantinischen Reich. Die Insel wurde im 8. Jahrhundert in das neu gebildete Thema Dalmatien integriert, jedoch gelangte 1151 die Insel in den Besitz der Benediktiner, die das Kloster St. Marien gründeten. Dessen Besichtigung stellte den Kern des Tagesauflugs nach Mjlet dar. Die Stadt Ston war deshalb historisch interessant, weil die Salzgewinnung in der seit der Antike betriebenen großen Meerwassersaline, die Grundlage der Wirtschaft der Stadt und zeitweilig eine der bedeutendsten Einnahmequellen Dubrovniks war.

Hafen von Dubrovnik mit Teilen der Stadtmauer

Hafen von Dubrovnik mit Teilen der Stadtmauer

Die Stadt Dubrovnik wurde als Letztes erkundet. Die Stadtmauern, welche das besterhaltene Fortifikationssystem in Europa darstellt, umfasst einen nahezu perfekt erhaltenen Komplex von funktionsunterschiedlichen Bauwerken aus allen Perioden der Stadtgeschichte. Somit deckte der letzte Aufenthalt in Dubrovnik sowohl in thematischer, als auch in kulturhistorischer Hinsicht viele Bereiche des Hauptseminars ab. Die Kirche des Heiligen Blasius, die Kathedrale Mariä Himmelfahrt und das städtische Rathaus, welche zum Schluss besichtigt wurden, vermittelten den Studierenden die letzten Eindrücke architektonischer Vielfalt und deckten zugleich die letzten Themen-schwerpunkte des Hauptseminars ab.

Für alle Beteiligte war die Teilnahme an der Exkursion ein besonderes Ereignis, welches von Herr Prof. Dr. Pahlitzsch und Dr. Burkhardt geleitet wurde. Wir bedanken uns herzlich bei dem Verein der Freunde der Geschichtswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz e.V., die durch eine finanzielle Unterstützung den Ausflug erst ermöglichten.

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Preisverleihung anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Wiedereröffnung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Prämiert werden die drei besten Arbeiten aus dem Wettbewerb anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Wiedereröffnung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Montag, 15. Februar 2016, Philosophicum in Raum 00-191

Die Prämierung findet im Rahmen der Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde der Geschichtswissenschaften statt. Nach einem Sekt-und-Selters-Anstoßen mit den Preisträgern, besteht die Möglichkeit, sich die ausgezeichneten Arbeiten anzusehen.
Die drei preisgekrönten Werbemaßnahmen zum Universitätsjubiläum werden am 16. Februar 2016 im Foyer des Rathauses ausgestellt.

Wir laden alle Interessierten hierzu herzlichst ein.

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Mitgliederversammlung 2016

Liebe Mitglieder unseres Vereins der Freunde der Geschichtswissenschaften,

wieder ist ein Jahr um, unsere Mitgliederversammlung steht an.

Sie wird am Montag, 15. Februar um 17.00 Uhr beginnen und wie im letzten Jahr voraussichtlich im Raum 00-191 im Philosophicum (Besprechungsraum des FB 05/07) stattfinden. Der Raum ist noch nicht schriftlich bestätigt. Falls sich der Raum ändern sollte, werde ich noch Mitteilung machen.

Wir beginnen um 17 Uhr, um alle zusammen an der sicher sehr erfreuliche Preisverleihung teilzunehmen.

Nach einem Sekt-und-Selters-Anstoßen mit den Preisträgern, der Möglichkeit, sich die ausgezeichneten Arbeiten anzusehen (falls die nicht dann schon auf im Mainzer Rathaus sein müssen, wo sie ab Dienstag 18. Febr. präsentiert werden) und einem Fototermin vor dem Raum mit Vorstand und Preisträgern werden wir dann gegen 17.30 mit der eigentlichen Sitzung beginnen, die voraussichtlich weniger als eine Stunde dauern wird – auch wenn wir vom Vorstand selbstverständlich auf viele Ideen und anregende Diskussionen hoffen, was die Förderung durch den Verein und mehr noch die Bewerbung des Vereins betrifft.

Im Auftrag des Vorstands

Johannes Pahlitzsch und Marietta Horster

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Bücheraktion 2016 angelaufen

Wie in den vergangenen Jahren auch, freut sich der Verein auf zahlreiche Buchvorschläge um den Bestand der Geschichtsbibliothek zu ergänzen. Bücherwünsche können ab sofort wieder in unserer Box am Eingang der Bereichsbibliothek Mittlere und Neuere Geschichte im Philosophicum eingeworfen werden oder schicken Sie uns bitte eine Mail mit Ihrem Vorschlag an: vfg@uni-mainz.de

Wir freuen uns auf Ihre Buchvorschläge!

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